Im Urmeer über Mainz schwammen Haie und Rochen. 30 Millionen Jahre später haben sich die Grenzen der Ozeane verschoben — weit weg von Mainz. Das Leben in den Ozeanen nehmen Menschen meist nur oberflächlich wahr und wissen oft nur wenig über ihre zahlreichen Verbindungen mit den Weltmeeren: Kein Mensch reiste je ohne Tauchroboter in deren Tiefen, denn der menschliche Körper hält dem hohen Druck der Tiefsee nicht stand. Im Sommerurlaub stehen viele im hüfthohen Wasser an deren Küsten. Doch nur wenige kennen die faszinierende Schönheit unter dem Meeresspiegel aus eigenem Erleben, noch sind sie sich des Unheils bewusst, das der Mensch in diesem Lebensraum anrichtet.

Die Ausstellung »Ocean‘s ABC« möchte dies ändern und gab vom 19. April bis 5. Mai 2023 Einblicke aus gestalterisch-kreativer Perspektive in die geheimnisvolle Unterwasserwelt der Pflanzen, Tiere, Mythen, Klänge und Naturgewalten:
Illustrationen, Zeichnungen und Animationen zeigen im LUX-Pavillon mitten in der Mainzer City Kelpwälder und Korallen, eine Aphrodite und unzählige Bakterien, Meerjungfrauen und den Marianengraben, Nahrungsketten und Lärm, Walgesänge und wippende Röhrenaale, Todeszonen, Tarnungstricks und ein Tiefseeteleskop, Vulkane und Geisternetze.

Über zwei Jahre hinweg recherchierten Studierende verschiedener Semesterstufen des Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Mainz spannende wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Ozeanen und setzten diese in multimedialen Arbeiten um.
Daraus ist die Webseite »www.oceans-abc.de« entstanden, weitere Arbeiten waren in der Ausstellung zu sehen.

 

Die Seminar- und Projektleitung lag in den Händen von Prof. Monika Aichele und Prof. Katja Davar — in Zusammenarbeit mit der TB21 Academy Venedig und deren »OCEAN / UNI «.

»Ocean‘s ABC« ist Teil des Forschungs- und Lehrprojekts »OCEANS« und wurde durch die Präsidentin der Hochschule Mainz gefördert. »OCEANS« wird weitergeführt innerhalb des Masterprogramms »Ocean.Flora.Cloud.«, das im Oktober 2023 startet.